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FRIAS-Tagung: Affektivität und Animalität 17.11.–19.11.

FRIAS Junior Research Conference

 

Affectivity and Animality.

Shifting boundaries in Phenomenology

 

Internationale Fachtagung

 

Affektivität und Animalität

Phänomenologische Grenzverschiebungen

 

 

Donnerstag, 17. November und Freitag 18. November 2016: jeweils 10:00 bis 17:30

 

Samstag 19. November 2016: Workshop mit D.F.Krell 10:00-13:00

 

In den Selbstthematisierungen des Menschen, wie sie in den letzten Jahrzehnten auf dem Feld der Geistes- und Kulturwissenschaften erfolgten, zeichnen sich zwei deutliche Veränderungen ab. Zum einen wurde die betonte Abgrenzung des Menschen von anderen Lebewesen, wie sie für den Großteil der abendländischen Denktradition charakteristisch war, zurückgenommen (posthumanities, human-animal-studies). Zum anderen verschob sich das Erkenntnisinteresse weg von Sprache und Vernunft hin zur Ebene des Affekts und der Affizierbarkeit des Körpers (affect theory, affective turn, philosophy of emotion).

Diese Wende zur Affektivität erlaubt es, die Schwelle zwischen Menschlichkeit und Animalität in Frage zu stellen. Aus diesem Zusammenhang sich das Thema der Tagung als “Affektivität und Animalität” ergeben, wo die Konjunktion “und” gerade ein Spannungsfeld anzeigt, das als Erkenntnisziel dieser Tagung thematisiert werden soll.

 

Die Tagung versucht, die Tragweite der phänomenologischen Konzeptionen von Affektivität und Animalität für die aktuelle Debatten in Tierethik, Gender- und Medientheorien sowie für neurowissenschaftliche und psychiatrisch-psychologischen Problematiken zu erschließen. In diesem

Sinne sollen bei der Tagung folgende Fragen behandelt werden:

 

1. Wo liegen die Unterschiede der Konzeptionen von Affektivität in den diversen Forschungsrichtungen? Wie lassen sie sich zueinander in Beziehung setzen? Inwiefern muss zwischen Affekten, Gefühlen, Gefühltem etc. differenziert werden?

 

2. Welches Verhältnis besteht zwischen Affektivität und Animalität? Welche Rolle spielt hier die Dimension der Leiblichkeit? Ist diese als gemeinsamer Zug von Menschen und Tieren zu verstehen?

 

3. Sind die in der Tradition meist disparat gehandhabten Dimensionen des Sinns und der Sinne (Sinnlichkeit) in einem einheitlichen Vokabular beschreibbar? Könnte das Denken der Affektivität ein solches Vokabular bereitstellen?

 

4. Wo liegen die Grenzen der Paradigmen von Affektivität und Animalität, und kann die Phänomenologie zu deren Auslotung beitragen?

 

Thema des geplanten Workshop bildet Prof. Krells Buch Derrida and Our Animal Others. Derrida’s Final Seminar, the Beast and the Sovereign (2013). Derridas letzte Seminare The Beast and the Sovereign stellen außerdem den theoretischen Hintergrund der Diskussion dar.

 

 

Alle Vorträge sind öffentlich: Studierende und Kollegen benachbarter Fachbereiche sind herzlich willkommen. Eine Anmeldung ist jedoch erforderlich.

Ein Reader mit den Texten für das Workshop wird auf Anfrage zur Verfügung gestellt.

 

 

Organisator_innen

Dipl.ing. Mag. Andreas Beinsteiner, (Leopold-Franzens-Universität Innsbruck)

Diego D'angelo, M.A. (Julius-Maximilians-Universität Würzburg)

Irene Delodovici, M.A. (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg/Universität Wien)

Zahra Donyai, M.A. (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)

 

 

Kontakt:

Irene Delodovici

irene.delodovici@philosophie.uni-freiburg.de

 

 

Programm

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