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Philosophie in Freiburg

Inhaber der Professur für Philosophie mit Schwerpunkt in Antike und Mittelalter ist Prof. Dr. Maarten JFM Hoenen. Forschungsschwerpunkte an diesem Arbeitsbereich sind Denken und Sprache im Mittelalter, Arabische Logik, Erkenntnistheorie sowie philosophische Kontroversen an Universitäten des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Laufende Projekte beschäftigen sich unter anderem mit der Edition lateinischer Texte, einem Handbuch zur mittelalterlichen Ontologie und der Geschichte der frühen Universität Freiburg. Der Arbeitsbereich ist an der Neuauflage des "Grundriß der Geschichte der Philosophie" (Ueberweg) beteiligt, beheimatet den Sitz der Société International pour l’Etude Philosophie Médiévale (S.I.E.P.M.) und stellt den Vorsitz des Mittelalterzentrums der Universität Freiburg. Eine ausführliche Selbstdarstellung finden Sie in der Forschungsdatenbank der Universität.

Die Professur für Philosophie mit Schwerpunkt in Neuzeit und Moderne wird wahrgenommen von Prof. Dr. Günter Figal. Forschungsschwerpunkte des Arbeitsbereichs liegen geschichtlich in der klassischen Antike, der Neuzeit und der Gegenwart, systematisch in Fragen der Metaphysik, Phänomenologie und Hermeneutik. Zu den gegenwärtigen Forschungsprojekten am Arbeitsbereich gehören: Ausarbeitung eines systematischen Buches zur Phänomenologie des Raumes (Figal), eine phänomenologische Studie zu Kants Freiheitsbegriff (Espinet) und ein Habilitationsprojekt zur Muße in der modernen Philosophie (Keiling). Außerdem ist am Arbeitsbereich die Redaktion (Mirkovic) des Heidegger-Lexikons angesiedelt (Verlag de Gruyter) sowie die Herausgeberschaft des International Yearbook for Hermeneutics (Verlag: Mohr Siebeck) und der Reihe Philosophische Untersuchungen (Mohr Siebeck).

Prof. Dr. Hans-Helmuth Gander hat die Professur für Philosophie mit Schwerpunkt Phänomenologie sowie die Leitung des Husserl-Archivs der Universität inne. Das Husserl-Archiv organisiert das "Colloquium Phaenomenologicum" und ist beteiligt am DFG-Projekt „Moral- und Rechtsnormen als Sinnstrukturen gesellschaftlichen Zusammenlebens im Wandel“  sowie am Promotionskolleg I der Universität Freiburg "Geschichte und Erzählen" und dem Graduiertenkolleg „Freunde, Gönner, Getreue: Praxis und Semantik von Freundschaft und Patronage in historischer, anthropologischer und kulturvergleichender Perspektive".

Als Inhaberin der Professur für Philosophie mit Schwerpunkt Ethik verfolgt Prof. Dr. Lore Hühn Fragestellungen der Ethik, der Anthropologie und der philosophischen Ästhetik in der Neuzeit mit dem geschichtlichen Schwerpunkt Deutscher Idealismus. Mit der Internationalen Schelling-Gesellschaft e.V., deren Präsidentin Prof. Dr. L. Hühn ist, und der Bayerischen Akademie der Wissenschaften bestehen zahlreiche Kooperationen, die der Erforschung der idealistischen Philosophie, insbesondere der F.W.J. Schellings, dienen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der praktischen Philosophie des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Kooperation mit dem interdisziplinären Ethik-Zentrum der Universität stellt einen dauernden Bezug zu ethischen Fragen der Gegenwart her. Eine ausführliche Darstellung laufender Projekte findet sich in der Foschungsdatenbank der Universität.

Die Professur für Philosophie in der islamischen Welt bekleidet JProf. Dr. Nadja Germann, die zugleich Leiterin der Forschergruppe Grammar – Logic – Rhetoric: Linguistic Disciplines in Arabic Culture 800-1100 (LiDiAC) ist. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich von Sprachphilosophie, Erkenntnistheorie und Metaphysik in der klassischen arabischen Philosophie, darüber hinaus erforscht sie die erkenntnistheoretischen Grundlagen der Naturphilosophie des lateinischen Hochmittelalters. JProf. Dr. N. Germann ist Mitherausgeberin der Reihe On What There Was: Conceptions of Being 500-1650 (Brepols) und Direktoriumsmitglied des Freiburger Mittelalterzentrums.

Die Philosophiehistorikerin JProf. Dr. Angela Ulacco hat die Professur für Philosophie mit Schwerpunkt griechische Philosophie inne. In ihren Studien legt sie einen besonderen Fokus auf zentrale Figuren aus der Antike und Spätantike, u.a. Pythagoras, Platon, Aristoteles und Plotin. Ihre besondere Expertise betrifft dabei die Rezeption dieser großen Denker innerhalb der pythagoreischen und platonischen Tradition sowie bei den antiken Aristoteleskommentatoren. Aus diesem Forschungsinteresse heraus hat sie das aktuelle Projekt ‚Ideen, Zahlen, Kategorien. Pythagoreische Autorität im spätantiken wissenschaftlichen und metaphysischen Denken‘ entwickelt. Das von ihr geleitete Zentrum Freiburg Forum for Ancient Thought hat in der Vergangenheit nicht nur internationale Tagungen organisiert, sondern auch das Symposion initiiert, eine Vortragsreihe zur antiken Philosophie. Ein weiteres ihrer Projekte ist das Kolloquium Denkatelier zur antiken und spätantiken Philosophie, in dem Studierende, über die traditionelle Lehre hinaus, die Möglichkeit erhalten, sich in Themen aus der griechischen Philosophie zu vertiefen und erste Erfahrungen mit Forschungsinhalten und -methoden zu sammeln.

JProf Dr. Philipp Schwab bekleidet die Professur für Philosophie mit Schwerpunkt Klassische deutsche Philosophie und ihre Rezeption und leitet die Forschungsgruppe Das Absolute und die Differenz: Der Dialog zwischen Schelling und Hegel 1794-1842 (DFG, Emmy Noether). Sein zentraler Arbeitsschwerpunkt liegt auf der systematisch historischen Erschließung der ‚Streitsachen‘ und ‚Konstellationen‘ in der Klassischen deutschen Philosophie, insbesondere den Auseinandersetzungen zwischen Fichte und Schelling sowie zwischen Schelling und Hegel. Hieran schließen als weitere Schwerpunkte die Rezeption der Klassischen deutschen Philosophie im nachidealistischen Denken des 19. Jahrhunderts (Schopenhauer, Kierkegaard, Nietzsche) und die europäische Philosophie des 20. Jahrhunderts an (Heidegger, Adorno, Derrida). Er ist Mitherausgeber der Zeitschrift Schelling Studien sowie der Beiträge zur Schelling-Forschung. Enge Kooperationen bestehen mit dem Projekt Schelling – Edition und Archiv der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Seit 2017 wird die Reihe Vorträge zur Klassischen deutschen Philosophie organisiert, die aktuelle, insbesondere internationale Positionen aus dem Forschungsfeld präsentiert. Der Arbeitsbereich veranstaltet regelmäßig das Graduiertensymposium Die Klassische deutsche Philosophie und ihre Folgen, in dem Abschlussarbeiten und Dissertationen vorgestellt werden.