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Philosophie in Freiburg

Prof. Dr. Hans-Helmuth Gander hat die Professur für Philosophie mit Schwerpunkt Phänomenologie sowie die Leitung des Husserl-Archivs der Universität inne. Das Husserl-Archiv organisiert das "Colloquium Phaenomenologicum" und ist beteiligt am DFG-Projekt „Moral- und Rechtsnormen als Sinnstrukturen gesellschaftlichen Zusammenlebens im Wandel“  sowie am Promotionskolleg I der Universität Freiburg "Geschichte und Erzählen" und dem Graduiertenkolleg „Freunde, Gönner, Getreue: Praxis und Semantik von Freundschaft und Patronage in historischer, anthropologischer und kulturvergleichender Perspektive".

Als Inhaberin der Professur für Philosophie mit Schwerpunkt Ethik verfolgt Prof. Dr. Lore Hühn Fragestellungen der Ethik, der Anthropologie und der philosophischen Ästhetik in der Neuzeit mit dem geschichtlichen Schwerpunkt Deutscher Idealismus. Mit der Internationalen Schelling-Gesellschaft e.V., deren Präsidentin Prof. Dr. L. Hühn ist, und der Bayerischen Akademie der Wissenschaften bestehen zahlreiche Kooperationen, die der Erforschung der idealistischen Philosophie, insbesondere der F.W.J. Schellings, dienen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der praktischen Philosophie des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Kooperation mit dem interdisziplinären Ethik-Zentrum der Universität stellt einen dauernden Bezug zu ethischen Fragen der Gegenwart her. Eine ausführliche Darstellung laufender Projekte findet sich in der Foschungsdatenbank der Universität.

Die Professur für Philosophie der Vormoderne und islamischen Welt bekleidet Prof. Dr. Nadja Germann, die zugleich Leiterin der Forschergruppe Grammar – Logic – Rhetoric: Linguistic Disciplines in Arabic Culture 800-1100 (LiDiAC) ist. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich von Sprachphilosophie, Erkenntnistheorie und Metaphysik in der klassischen arabischen Philosophie, darüber hinaus erforscht sie die erkenntnistheoretischen Grundlagen der Naturphilosophie des lateinischen Hochmittelalters. JProf. Dr. N. Germann ist Mitherausgeberin der Reihe On What There Was: Conceptions of Being 500-1650 (Brepols) und Direktoriumsmitglied des Freiburger Mittelalterzentrums.

Prof. Dr. Andreas Urs Sommer ist Inhaber der Professur mit Schwerpunkt Kulturphilosophie / Akademieprofessur in Kooperation mit der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Er leitet die Forschungsstelle Nietzsche-Kommentar der Heidelberger Akademie der Wissenschaften sowie das ANR/DFG-Forschungsprojekt Nietzsches Bibliothek. Digitale Edition und philosophischer Kommentar und ist außerdem Direktor der Friedrich-Nietzsche-Stiftung in Naumburg/Saale. Schwerpunkte der Professur liegen in der Kulturphilosophie, in der Philosophiegeschichte der Spätantike (Stoa, Skepsis), der frühen Neuzeit, Aufklärung und Moderne, in der Theorie der Philosophiegeschichtsschreibung, in der Religionsphilosophie und in der Geschichtsphilosophie.

Die Philosophiehistorikerin JProf. Dr. Angela Ulacco hat die Professur für Philosophie mit Schwerpunkt griechische Philosophie inne. In ihren Studien legt sie einen besonderen Fokus auf zentrale Figuren aus der Antike und Spätantike, u.a. Pythagoras, Platon, Aristoteles und Plotin. Ihre besondere Expertise betrifft dabei die Rezeption dieser großen Denker innerhalb der pythagoreischen und platonischen Tradition sowie bei den antiken Aristoteleskommentatoren. Aus diesem Forschungsinteresse heraus hat sie das aktuelle Projekt ‚Ideen, Zahlen, Kategorien. Pythagoreische Autorität im spätantiken wissenschaftlichen und metaphysischen Denken‘ entwickelt. Das von ihr geleitete Zentrum Freiburg Forum for Ancient Thought organisiert nicht nur internationale Tagungen, sondern hat auch das Symposion initiiert (Seit 2014), eine Vortragsreihe zur antiken Philosophie. Ein weiteres ihrer Projekte ist das Kolloquium Denkatelier zur antiken und spätantiken Philosophie, in dem Studierende, über die traditionelle Lehre hinaus, die Möglichkeit erhalten, sich in Themen aus der griechischen Philosophie zu vertiefen und erste Erfahrungen mit Forschungsinhalten und -methoden zu sammeln.

JProf Dr. Philipp Schwab bekleidet die Professur für Philosophie mit Schwerpunkt Klassische deutsche Philosophie und ihre Rezeption und leitet die Forschungsgruppe Das Absolute und die Differenz: Der Dialog zwischen Schelling und Hegel 1794-1842 (DFG, Emmy Noether). Sein zentraler Arbeitsschwerpunkt liegt auf der systematisch historischen Erschließung der ‚Streitsachen‘ und ‚Konstellationen‘ in der Klassischen deutschen Philosophie, insbesondere den Auseinandersetzungen zwischen Fichte und Schelling sowie zwischen Schelling und Hegel. Hieran schließen als weitere Schwerpunkte die Rezeption der Klassischen deutschen Philosophie im nachidealistischen Denken des 19. Jahrhunderts (Schopenhauer, Kierkegaard, Nietzsche) und die europäische Philosophie des 20. Jahrhunderts an (Heidegger, Adorno, Derrida). Er ist Mitherausgeber der Zeitschrift Schelling Studien sowie der Beiträge zur Schelling-Forschung. Enge Kooperationen bestehen mit dem Projekt Schelling – Edition und Archiv der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Seit 2017 wird die Reihe Vorträge zur Klassischen deutschen Philosophie organisiert, die aktuelle, insbesondere internationale Positionen aus dem Forschungsfeld präsentiert. Der Arbeitsbereich veranstaltet regelmäßig das Graduiertensymposium Die Klassische deutsche Philosophie und ihre Folgen, in dem Abschlussarbeiten und Dissertationen vorgestellt werden.