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Symposion Antike

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Symposion. Vortragsreihe zur antiken Philosophie


Die Vortragsreihe Symposion ist dem antiken Denken und seiner Wirkungsgeschichte gewidmet. In diesem Bereich werden Experten eingeladen, welche die Studierenden mit der Vielfalt der internationalen Forschung vertraut machen werden. Das Symposion lädt im Besonderen Studierende, Doktoranden und Nachwuchswissenschaftler ein, die sich für die antike Philosophie und lateinische sowie griechische Kultur begeistern. Ihnen bieten wir somit die besondere Gelegenheit, sich mit neuen Forschungsgebieten und -ergebnissen zu beschäftigen und sich auf eine lebendige Diskussion mit international renommierten Experten einzulassen.                                                                                                

Die Inhalte der Gastvorträge wurden mit Hinblick auf die am Philosophischen Seminar angebotenen Lehrveranstaltungsthemen gewählt und stellen somit eine wertvolle Ergänzung dar. Da die Vorträge öffentlich sind, sind Studierende und Kollegen benachbarter Fachbereiche, aber auch Interessierte außerhalb der Universität, herzlich willkommen.

Die Veranstaltung kann im Master-Studiengang belegt werden. Die Anmeldung muss bei der Dozentin (angela.ulacco@philosophie.uni-freiburg.de) zu Semesterbeginn erfolgen.

 

Programm SoSe 2016

18-20 Uhr c.t

 12. Mai   HS 1015 (KG I) Prof. Dr. Franco Trabattoni
(Milano)
The Problem of the Degrees of Being in
Plato and Aristotle
 09. Juni  HS 1199 (KG I) Prof. em. Dr. Dorothea Frede 
(Hamburg-Berkeley) 
Aristoteles und die Meisterwissenschaft des Lebens
 16. Juni   HS 3117 (KG III) Prof. Dr. Filip Karfik  
(Fribourg)
Sein und Bewegung bei Platon

 

 

Programm 2015/2016

 

Blockseminar: Sketches of Hellenistic Philosophy
Gastprofessor: Prof. Dr. Emidio Spinelli (Roma La Sapienza)

 
Wir freuen uns, Professor Dr. Emidio Spinelli (Roma La Sapienza) als Gastprofessor für das Wintersemester 2015-2016 begrüßen zu dürfen. Herr Prof. Dr. Spinelli wird im Rahmen des Programmes „Erasmus teaching staff mobility“ eine Woche (9.-14. November 2015) an der Universität Freiburg forschen und lehren. 
Während dieser Woche wird Herr Prof. Dr. Spinelli ein Blockseminar über die hellenistische Philosophie anbieten. Die Studierenden und alle weiteren Interessierten sind herzlich eingeladen. 
 
 

Programm: 

 
1. Vortrag
„The Ancient Roots of Freedom: at the Beginning Plato Expressed Himself...“
Mittwoch 11. November
16-18 Uhr, HS 1236 (KGI)
 
2. Workshop im Denkatelier zur antiken und spätantiken Philosophie
„Sextus Empiricus on Music, Against Pythagoras“
Donnerstag 12. November 
18-20 Uhr, HS 1003 (KGI)
 
3. Vortrag
„Epicurus and His 'Laic' Gospel“
Freitag 13. November
16-18 Uhr HS 1228 (KGI)
 
Das Blockseminar kann im Master-Studiengang belegt werden. Für nähere Informationen und Materialen melden Sie sich bei der Dozentin JProf. Dr. Angela Ulacco (angela.ulacco@philosophie.uni-freiburg.de).
 



Programm 2015

 

Internationale Tagung

Meinen • Wissen • Handeln
Epistemologie und Ethik bei Platon und 
im antiken Platonismus

 

14. & 15. Mai 2015

Haus zur Lieben Hand

 

In Zusammenarbeit mit Università degli Studi di Milano und mit freundlicher Unterstützung des DAAD: Hochschuldialog mit Südeuropa.

Welche Rolle spielt die Epistemologie für die ethische und politische Fragestellung bei Platon und in der platonischen Tradition? Das Ziel der Tagung ist es, mittels einer intensiven Kooperation überwiegend junger WissenschaftlerInnen eine innovative Perspektive zu entwickeln. Obwohl die enge Verbindung zwischen Ethik und Epistemologie bei Platon in der Forschung anerkannt wird, wurde die Bedeutung dieser Verbindung für die platonische Tradition nie systematisch erforscht. Das komplexe Geflecht zwischen Wissen und Handeln impliziert jedoch eine interessante und aktuelle Fragestellung: Ist es überhaupt möglich, sowohl ethische als auch politische Handlungen auf eine epistemologische Grundlage zurückzuführen? Anhand der Entwicklung dieser Dialektik von Platon bis Proklos möchten wir diese Fragestellung in Bezug auf einen besonderen Gesichtspunkt spezifizieren: Inwiefern könnte, innerhalb des Platonismus, der epistemologische Bezug zur Lösung ethischer, gesellschaftlicher und politischer Konflikte beitragen?

Zu diesen Fragen möchten wir einen innereuropäischen wissenschaftlichen Dialog mittels einer internationalen Tagung in Freiburg und eines Workshops in Mailand zustande bringen. Das Projekt legt besonderen Wert auf die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und auf den Aufbau einer Anlaufstelle für eine viel versprechende Kooperation zwischen Deutschland und Italien im Bereich der Forschung über die platonische Tradition.

 

Haus zur lieben Hand (Großer Saal), Löwenstrasse 16, Freiburg im Breisgau

Donnerstag, 14. Mai 2015: 15.00 – 19.00 Uhr

Freitag, 15. Mai 2015: 9.00 – 18.30 Uhr

Die Tagung kann im Master-Studiengang als Modultyp „Teilnahme an einer wissenschaftlichen Konferenz/einem Workshop mit Bericht“ (6 ECTS) belegt werden. 

Projektleiterin: JProf. Dr. Angela Ulacco (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)

Co-Organisatoren: Prof. Dr. Mauro Bonazzi (Università degli Studi di Milano), Dr. Filippo Forcignanò (Università degli Studi di Milano)

Marieke Abram, Miriam Heubeck, Désirée Schweizer

Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an JProf. Angela Ulacco.
 
 

Programm

Willkommensgruß durch den Dekan Prof. Dr.  Hans-Helmuth Gander

Teilnehmer

Mariapaola Bergomi (Mailand), Emilia Cucinotta (Pisa), Andrea Falcon (Montreal), Marialuisa Garofalo (Rom), Christoph Helmig (Köln), Bernd Hene (Leuven), Albert Joosse (Utrecht), Emanuele Maffi (Mailand), Giusy Margagliotta (Freiburg), Sabrina Mock (Köln), Jan Opsomer (Leuven), Giovanni Panno (Tübingen), Marilu Papandreou (München), Paolo Torri (Mailand/Leuven), Franco Trabattoni (Mailand)

Das Programm der internationalen Tagung Meinen • Wissen • Handeln finden Sie auf der Webseite des Freiburg Forum for Ancient Thought 
 
 

Programm 2014/2015

 

Symposion. Vortragsreihe zur antiken Philosophie

 
Die Vortragsreihe Symposion ist dem antiken Denken und seiner Wirkungsgeschichte gewidmet. In diesem Bereich werden Experten eingeladen, welche die Studierenden mit der Vielfalt der internationalen Forschung vertraut machen werden. Das Symposion lädt im Besonderen Studierende, Doktoranden und Nachwuchswissenschaftler ein, die sich für die antike Philosophie und lateinische sowie griechische Kultur begeistern. Ihnen bieten wir somit die besondere Gelegenheit, sich mit neuen Forschungsgebieten und -ergebnissen zu beschäftigen und sich auf eine lebendige Diskussion mit international renommierten Experten einzulassen.                                                                                                     
Die Inhalte der Gastvorträge wurden mit Hinblick auf die am Philosophischen Seminar angebotenen Lehrveranstaltungsthemen gewählt und stellen somit eine wertvolle Ergänzung dar. Da die Vorträge öffentlich sind, sind Studierende und Kollegen benachbarter Fachbereiche, aber auch Interessierte außerhalb der Universität, herzlich willkommen. 
 
 

sympfinal

    5. November 2014

 

    26. November 2014

 

    03. Dezember 2014

 

    10. Dezember 2014

 

    14. Januar 2015

 
 
 
 
Bisherige Vorträge
 
Prof. Dr. Jan Opsomer (Leuven): "Platons geometrischer Atomismus und die platonische Tradition"
 

Mittwoch, 14. Januar 2015, 12 Uhr c.t., HS 1108, KG I

 

Mit dem sog. geometrischen Atomismus hat Platon eine bahnbrechende naturphilosophische Theorie entwickelt. Nicht nur werden die vier Elemente auf geometrische Strukturen, "die platonischen Körper" zurückgeführt, sondern auch die qualitativen elementaren Eigenschaften werden durch geometrische Verhältnisse erklärt. Diese Idee wurde von Aristoteles, demzufolge Qualitäten primär sind, scharf angegriffen. Spätere Platoniker haben das Erklärungspotential eines (nicht-eliminativen) reduktionistischen Modells erkannt und Platon gegen Aristoteles verteidigt. Dieser spannende Streit wird kurz dargestellt und anhand ausgewählter Textstellen (zum Teil in deutscher, zum Teil in englischer Übersetzung) erläutert. [Text: Prof. Dr. Jan Opsomer]
 
 

Prof. Dr. Christoph Helmig (Köln): "Dynamische Stufen der selbstbewegten Erkenntnis – Platon über Idee, Seele und Begriff (logos)" 

Mittwoch 10. Dezember 2014, 12 Uhr c.t., HS 1108, KG I
 
Die Seele steht seit jeher im Zentrum der platonischen Philosophie. Sie ist das ontologische, epistemologische und vital-kinetische Zentrum des gesamten platonischen Systems. Zahlreiche moderne Platon-Interpretationen kranken allerdings daran, dass sie diese vielfachen Verflechtungen des sensiblen und intelligiblen Bereichs mit der Seele zu statisch auffassen und auf diese Weise Gefahr laufen, die der Seele wesenseigene Dynamik infrage stellen. Das Grundmodell für so eine statische Lesart ist die sogenannte Zwei-Welten-Theorie (engl. ‚Two-World-Theory’) mit ihren bekannten erkenntnistheoretischen Implikationen. Der Vortrag möchte der Frage nachgehen, welche Nachteile die klassische Rekonstruktion der platonischen Epistemologie, nach der Wissen durch seine Objekte definiert wird, aufweist. In einem zweiten Schritt soll ein neue Interpretation vorgeschlagen werden, die nicht nur in der Lage ist, die Zwei-Welten-Theorie zu überwinden, sondern auch Ansätze bietet, verschiedene Formen des Wissenserwerbs und des Lernfortschritts besser als bisher beschreiben zu können. Zentral für dieses neue exegetische Paradigma ist das Motiv der „selbstbewegten Erkenntnis“ der Seele. [Text: Prof. Dr. Christoph Helmig]  
 
 
Prof. Dr. Franco Ferrari (Salerno): "Der Entmythologisierte Demiurg: Bemerkungen zur Figur des Demiurgen in Platons Timaios"
 
Mittwoch 3. Dezember 2014, 12 Uhr c.t., HS 1108, KG I
 
Das Ziel des Vortrags besteht darin, die Natur und die Rolle des Demiurgen in Platons Timaios zu beschreiben. Im Gegensatz zur traditionellen Interpretation, nach welcher der Demiurg ein selbständiges Prinzip darstellt, versucht der Vortrag zu zeigen, dass die Struktur des Dialoges und die Behauptungen Platons eine neue Auslegung verlangen: Der Demiurg ist vielmehr ein intelligibles Lebewesen bwz. die Ideenwelt. Das bedeutet auch, dass die Ideenwelt nicht nur Vorbild sondern auch Wirkursache des Kosmos ist. Die aktive Funktion wird durch die Metapher des Demiurgen ausgedrückt. [Text: Prof. Dr. Franco Ferrari] 
 
 
Prof. Dr. Irmgard Männlein-Robert (Tübingen): "Philosophie und Philologie oder: Wie man Platon lesen soll. Der Platoniker Longin und seine Kritiker"
 

Mittwoch 26. November 2014, 12 Uhr c.t., HS 1108, KG I

Der (mittel-)platonische Philosoph Longin wird vor allem durch seinen ehemaligen Schüler Porphyrios in der Spätantike für seine philologischen Kompetenzen berühmt, seine philosophischen Interpretationen werden jedoch kritisiert, verworfen und verlacht. Der (neu-)platonische Philosoph Plotin hingegen dient Porphyrios im Kontrast zu Longin als charismatisches Idealmodell eines Philosophen. In diesem Vortrag soll untersucht werden, wie, in welchen Kontexten und warum Porphyrios seinen früheren Lehrer Longin so einseitig stilisiert (und damit die skizzierte Wahrnehmung und Rezeption Longins evoziert) und warum Plotin zum Leitbild eines platonischen Philosophen gemacht werden soll, wie die gegenseitige Wahrnehmung der Zeitgenossen Longin und Plotin aussieht und inwiefern Philologie und Philosophie (z.B. bei der Platon-Exegese) für kaiserzeitliche Platoniker unterscheidbar sind. Ständiger Bezugspunkt ist dabei der innerplatonische Diskurs um die orthodoxe Interpretation der Texte (und der Philosophie) Platons. Es zeichnet sich ab, dass erst durch Porphyrios‘ Stilisierung und Ausgrenzung von Longin als Programmfigur eines ‚altmodischen‘, ‚philologischen‘ Platonismus eine tendenziöse Zuspitzung und schärfer konturierte Konzeptualisierung eines ‚neuen‘ resp. neuplatonischen Philosophiebegriffes erfolgt. [Text: Prof. Dr. Irmgard Männlein-Robert]
 
 
Prof. Dr. Emidio Spinelli (Rom): "Die hellenistische Zeit, der kynische Zufall und ... Hans Jonas!"
 
Mittwoch 5. November 2014, 12 Uhr c.t., HS 1108, KG I
 
Dieser kurze Beitrag hat schlicht und unmittelbar zum Ziel, die Rolle und Funktion der Tyche im Kontext der philosophischen Reflexion der Kyniker zu untersuchen und dies vor dem Hintergrund der Überzeugung zu tun, dass kein Diskurs über die mehr oder weniger große Gunst oder Ungunst des „Zufalls“ oder des „Schicksals“ darum umhinkommt, sich mit dem weitreichenden und vielfältigen Begriffsuniversum der Freiheitsthematik zu verknüpfen.
Um eine so entscheidende Epoche, wie die des Hellenismus, und eine so wichtige philosophische Schule der Antike, wie die des Kynismus, zu interpretieren, werde ich mich einiger bedeutender Passagen aus Hans Jonas’ Text Problems of Freedom bedienen, über den ich lange Zeit gearbeitet habe und dessen italienische Edition ich im Jahr 2010 endlich beim Verlag Nino Aragno in Turin veröffentlichen konnte.
Mit Blick auf das Problem der Tyche steht für Jonas immer die Zentralität des Begriffs der „Privatperson“ oder, genauer gesagt, des Selbst (self) im Vordergrund, gleichsam als handele es sich dabei um das Charakteristikum der gesamten kynischen Philosophie.
Ausgehend von dieser „Substantialisierung“ des Selbst ergibt sich nicht nur ein neues Verständnis von Glück, sondern auch eine enge dialektische Beziehung zwischen Äußerem und Innerem. Vor diesem Hintergrund weigert sich der Kynismus äußeren Gewalten, wie dem Zufall, dem Schicksal oder eben der Tyche, irgendeine moralische Bestimmungsgewalt zuzuschreiben; dementsprechend schreibt Jonas: “From within must come those possessions or states of being which constitute happiness. With the loss of the legacy of the polis what happened was not so much the discovery of the dimension of inwardness like a new original independent vision, but rather the throwing back of man upon himself by the denial of that outwardness which had formerly offered the dimension for proving and fulfilling oneself. It was the loss of the political sphere as the relevant and //(p.75) essential which forced men to cultivate the inner life as the means and the dimension of self-realization. Self-realization was no longer possible in the sphere of objective action and relation. The external world had lost much of its relevance with the mere fact that it was no longer in the power of the individuals <which had been> making up the small commonwealth of <the> classical <past>. So this external sphere was increasingly seen as the area of tyche, accident and Fate” (H. JONAS, Problemi di libertà, a cura di Emidio Spinelli, con la collaborazione di Angela Michelis, Nino Aragno Editore, Torino 2010, p. 53). [Text: Prof. Dr. Emidio Spinelli]
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